So die Beschreibung des Fahrers unseres Cocotaxis in Havanna. Kuba ist mit Sicherheit einzigartig. So wie jedes andere Land auch. Mit seinen Menschen, kulturellen Ausprägungen und Systemen.

Es gibt bereits unzählige Blogs über Kuba und jeder ist persönlich gefärbt. So geben auch wir unsere persönlichen Erfahrungen und Eindrücke wieder. Wir verzichten wir auf grundsätzliche Reiseinfos zu Kuba und picken Wichtiges und die Highlights heraus.

Kubanerli
Geburtstagstorten auf Kuba
Wandmalereien Kuba

Empfehlenswerte Reiseführer: Müller und Looser

Travelhandbuch Kuba von Stefan Loose. Speziell sind dort viele Casa Particulares erwähnt.
Reisehandbuch Cuba vom Michael Müller Verlag.

Mit dem Müller Reiseführer läuft fast jeder zweite Individualreisender auf Kuba herum. Er hat einen eigenen zynischen Schreibstil. Looser beschreibt alles etwas diplomatischer und ist strukturierter aufgebaut. Für uns war Müller klarer in der Beschreibung, was uns tatsächlich vor Ort erwartete. Siehe ein Vergleich:

Beispiel: Beschreibung Ort Caibarién

Looser: Der Ort hat sich in den letzten Jahren gemausert.
Müller: Der schmuddelig wirkende Ort kann mit Sehenswürdigkeiten nicht gerade prahlen.

→ Kauft beide. Es ist eh sinnvoll sich vorgängig sehr gut über Kuba zu informieren. Es gibt vor Ort kaum Infomaterial und angeschrieben ist kaum etwas. Man muss selber gut Bescheid wissen, was es wo zu sehen gibt. Und selbst dann, immer wieder Fragen, ob man sich noch auf der richtigen Strasse befindet.

GEO Special Kuba

Wir empfehlen jedem wärmstens das GEO Special vom 2009 mit einzigartigen Casa Particulares, die nicht in jedem Reiseführer stehen, nützlichen Tipps zur Automiete und auch Hintergrundinfos wie Cuba hinter den All-Inklusiv-Hotels und geführten Touren wirklich ist.

Das Magazin haben wir zweimal gelesen. Vor der Reise beachteten wir hauptsächlich die Reisehighlights, damit wir vor Ort nicht an Schönem oder Interessantem vorbeifahren. Nach der Reise die wahre Reportage „Die Schattenmänner“ ab Seite 70 oder auch das Interview des Doppelgängers von Ché Guevara.

Vieles hätten wir vor der Reise gar nicht richtig interpretiert. Doch hinterher – ja, es ist tatsächlich so. Kontrolle pur. Das Magazin zeigt nicht nur ein Kuba auf hinter den Zonen von Hotels, Gruppenrundreisen, Reisebürowebseiten oder Reiseblogs mit dem Ziel Reisen zu verkaufen.

Tabakraucher Kuba
Kirche Havanna

Öffnung = Hoffnung

Seit der erneuten Gesprächsaufnahme zwischen Kuba und Amerika gibt es bereits erste Schritte in eine bessere Zukunft. Amerikanische Kreditkarten sind in Kuba wieder einsetzbar und Amerikaner dürfen wieder nach Kuba reisen. Sprich die Exil-Kubaner in Florida können ihre Familien besuchen.

Ehrlich gesagt, wir würden das nicht wagen. Den Mutigen, den Vorrang. Es gibt noch viele ältere Gesinnte, welche die Revolutionszeiten mit Vollblutherz verteidigen.

Trotz der Lockerung des Embargos im Dezember 2014, die Mühlen in Kuba drehen noch viel langsamer als irgendwo sonst auf der Welt. Das Regime der Castros beschützt die Inselbewohner kalkuliert und dank einem dichten Kontrollnetz bis in die hinterste und letzte Häusergruppe vor der ganzen Welt. Ob die Menschen das wollen und damit glücklich sind, ist die andere Seite. Wir wünschen den Kubanern, genau das, was diese sich wünschen und erträumen. Viel Spass bei interessanten Gesprächen mit den Einheimischen.

Strassemusikanten Trinidad

Währung und Wechselkurse

Für Touristen gibt es den Peso Convertible, kurz CUC. Mit dieser Währung zahlt man praktisch alles. Am besten direkt am Flughafen wechseln. Man kann CHF und Euro gegen CUC wechseln. Oder am schnellsten mit VISA oder Mastercard per Automat beziehen. Achtung: Es darf keine amerikanische Firma hinter der VISA oder Mastercard sein. Die verbreitete Cumulus Mastercard geht schon mal nicht. (Cembra Money Bank ist eine US Bank). Die Abrechnung der Kreditkarte erfolgt aber in US Dollar. Kuba…. Evtl. mittlerweile durch die Lockerung des Embargos US-Karten einsetzbar.

Die Währung für die Einheimischen ist der Peso Cubano oder auch Moneta Nacional genannt, kurz CUP. Mit dieser Währung kann man Essen bei den Einheimischen Ständen bezahlen, Souvenirs über die Gasse oder vereinzelt in den Paladars. Sonst kaum einsetzbar, die Casa Particulares sind nur mit CUC bezahlbar.

Es ist nicht möglich ausländische Währung direkt in CUP zu wechseln. Zuerst CUC beziehen und dann diese wechseln in Peso Nacional. Peso Nacional kann man nur in der Stadt Havanna in den Cadecas beziehen.

Wir konnten Euro und CHF auch im Hotel Saratoga in CUC wechseln. Die Wechselkurse sind nicht besonders gut, aber es gibt keine Alternative.

1 CHF = 1 CUC
1 CUC = 24 CUP

Am Ende der Reise wechselt man den Restbetrag der CUCs und CUPs am Flughafen wieder zurück in Euro. So auch im letzten Office, nach den Sicherheitschecks im Duty-Free-Bereich. Viele Schweizer regten sich intensiv auf, warum sie nicht wie „versprochen“ in CHF zurückwechseln konnten. Es kam doch der Edelweissflieger heute an, Kuba….

Mobilität auf Kuba

Wir machten einigermassen gute Erfahrungen mit dem Mietwagen über Cubacar. Benzin kostet um die 1.40 CHF pro Liter für die Touristenautos. Einheimische fahren mit Diesel, Touristen mit „Especial“ – eh ist noch viel especial en Cuba. Unbedingt im voraus entscheiden Mietwagen ja oder nein.

Überlandbusse von viazul.cu benutzten viele Reisende.

Und einige sind mit Taxi unterwegs. Evtl. als Ergänzung oder Kombi zum Bus. Einfach Preis vorher festlegen. Sonst ist das auf der ganzen Welt mit den Taxis dasselbe…

Limousine KubaLimousine Kuba

Taxis Kuba

Taxis Kuba

Sicherheit

Kuba ist grundsätzlich ein sehr sicheres Land. Uns wurde nichts irgendwo entrissen und auch das Auto war „safe“. In Trinidad, Cinfuegos und Camagüey hielt jemand für 2-3 CUC nachts ein Auge drauf oder konnten es in einer Art Garage parkieren. In Camagüey hatte es unglaublich viel Polizeipräsenz und in Santiago de Cuba soll die Sicherheit wie von deutschen Touristen bestätigt, nicht so gut sein.

Casa Particulares: Übernachten bei Einheimischen

Quer durch den ganzen TripAdvisor und in den Communities gibt es zu 90% nur gute Bewertungen über diese Form von B&Bs auf Kuba.

Casa Particulares Kuba

Es gibt den Besuchern die Möglichkeit mit den Einheimischen und deren Kultur in Kontakt zu kommen und das authentische Kuba zu erleben. Und den Einheimischen kommen die Devisen so direkt zugute.  Viele Hotels sind staatlich und vom Standard/Freundlichkeit schlechter.

In Kuba ist fast alles hinter dem Tourismus staatlich. Viele Hotels, vorallem in Havanna, die Oldtimer-Taxis und CocoTaxis müssen die Fahrer von Castro pro Monat mieten und auch Reisebüros wie Havanatur sind staatlich.

Mit den familiengeführten Pensionen bekommen viele Tausende Kubaner eine unabhängige Einnahmequelle. Wunderschön ist die Aussage von Präsident Obama: …

… die USA wollten ein Partner dabei sein, «das Leben normaler Kubaner ein bisschen einfacher, freier, wohlhabender zu machen».

Ganzer Beitrag im 20 Min vom 20. Januar 2015: http://www.20min.ch/leben/reisen/story/Touristen-Ansturm-stellt-Kuba-vor-Herausforderung-23172790

Internet in Kuba

Vergesst dies gleich wieder. Selbst in „guten“ Hotels wie Hotel Nacional, Iberostar in Havanna oder in All-Inklusive-Hotels auf den Cayos ist die Verbindung seehr langsam. Ein Mail schreiben war für uns das höchste der Gefühle. Kostet ca. 5.- CHF pro Stunde.

Guides auf Kuba: Unsere Empfehlung

→ Yaima Fonesca / yaimafm@nauta.cu / +53 52734334 oder +53 76834923
Spricht fliessend Spanisch und Englisch.

Die junge Kubanerin haben wir auf einem Bootsausflug und nochmals in Trinidad getroffen, als sie mit einer Gruppe Spanier quer durch Kuba reiste. Sie kennt Havanna wie Ihre Hosentasche und bereiste bereits grosse Teile der Insel.

→ Leonardo Blanchard / leosairon@nauta.cu / +53 53672635
Spricht gut Spanisch, Englisch, Französisch und sogar Deutsch!! Sieht aus wie ein Europäer, da sein Grossvater Franzose war. Der junge Kubaner bietet ebenfalls Führungen durch Havanna an oder begleitet Sie durchs ganze Land.

Es ist mit Sicherheit ein super Start auf Kuba Havanna mit einem Insider zu entdecken und gleich viele Tipps zu erhalten wie man als Tourist Kuba gut und „safe“ überlebt. Vorallem wer wenig Zeit hat tut gut daran sich einen Guide zu nehmen und teuer sind die nicht. (Monatslohn ca. 20 CHF. Aber man darf als Tourist grosszügig sein. Es sind tolle Leute!)

Nützliche Links
http://www.cuba-individual.com/
http://www.cuba-junky.com/
Cuba Junky bietet auch eine App mit allen Casa Particulares für 12.- CHF. Die Bewertungen zu den Casas sieht man jedoch sofern man online ist. Offline nicht.

Highlights Kuba

Maria La Gorda: Natur- und Schnorchelparadies